Nicht nur Konzert, sondern auch Gottesdienst, Predigt und Gebet


Gospelchor „New Praise“ aus der ehemaligen Zechenstadt gibt ein hochwertiges Konzert in der Pfarrkirche St. Severin in Aachen-Eilendorf


Übach-Palenberg. Wenn auch mit 15 Monaten noch sehr jung, aber doch bereits sehr erfolgreich ist der Übach-Palenberger Gospelchor „New Praise“. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg nach oben war sicherlich das Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Severin in Aachen-Eilendorf. Souverän und auf hohem Niveau meisterte die leistungsstarke Sängerschar mit ihrer Begleitband unter Leitung von Michael Kreutzkamp über zwei Stunden hinweg die große Aufgabe. Das Gastspiel von „New Praise“ im Rahmen der Glaubenswoche „Steh auf, bewege Dich . . .“ war ein Riesenerfolg und ein eindrucksvolles Erlebnis. Die Sängerinnen und Sänger verstehen ihre Auftritte nicht nur als Konzert, sondern als Gottesdienst, Predigt und Gebet.

Dieser Anspruch wurde beeindruckend in der Pfarrkirche St. Severin umgesetzt. Bekanntlich hat der Chor „New Praise“ aus Übach-Palenberg sich in erster Linie dem „Black Gospel“, einer Stilrichtung des Gospels, die mit tiefer Emotionalität Gottes Wort verkündet und sowohl die Herzen der Sängerinnen und Sänger als auch ihrer Zuhörer erreicht, verschrieben. Die 23 mitwirkenden Chormitglieder, begleitet von der dreiköpfigen Band, entfalteten bei ihrem Auftritt in der Eilendorfer Kirche eine erstaunliche Dynamik, besonders bei den Liedern mit leiser Begleitung war auch der Text sehr gut für die Zuhörer verständlich. 17 Liedtitel wie u.a. „Welcome into this place” als Einladung zu Beginn, „Lord, I lift Your name on high“, „The Lord just keeps on blessing you”, „In need you to survive“, „Thank you Lord“, „Thy will be done“, „This is the day“, „Stranger“ wurden nach anfänglicher Nervosität komplett allesamt auswendig vorgetragen.

Herausragend auch die beiden Solistinnen Anja Frantzen bei „Closet religion“, dem Medley mit den Songs „Amen“, „Down by the Riverside“ und „Give me that old time religion“ sowie Melanie Wallat bei „So easy to love You“. Ohne Zweifel, großen Anteil am Erfolg hatte einmal mehr die instrumentale Begleitung mit Patrick Theill, Schlagzeug, Roman Wollenhaupt, Bass, Leader Michael Kreutzkamp, Keyboard, und Tim Schrader in der Technik. Das Ensemble dürfte neben den musikalischen Zielen sein Anliegen, das gesungene Wort zu verinnerlichen, zu leben und weiterzugeben, sicherlich erreicht haben. Bei der Konzertveranstaltung zeigte sich wieder einmal, dass die Kirche für elektrisch verstärkte Musik oberhalb einer gewissen Lautstärke schlecht geeignet ist, so dass der Genuss doch besonders in den hinteren Reihen des Raumes teilweise erheblich getrübt wurde. Es war dennoch ein Abend der Highlights: Beim Song „Hallelujah, Salvation“ konnte man die Wellen der Emotion förmlich über die Kirchenbänke rollen spüren, beim Klassiker „Amen“ hielt es viele Zuhörer nicht mehr auf ihren Plätzen. Am Ende war die Mehrzahl der Zuhörer in ihrer Gewissheit bestärkt: „Jesus lebt wahrhaftig, und er wird besonders gelobt im Gospel.“ (akf)