Gospelchor „New Praise“ begeistert in der vollbesetzten Erlöserkirche mit einem stimmungsvollen Lieder-Repertoire. Hoffnungen und Wünsche.
Übach-Palenberg. Stimmungsvoll ausgeleuchtet mit buntem Lichterspiel präsentierte sich die nahezu gänzlich vollbesetzte Erlöserkirche. Eine besondere Atmosphäre beherrschte das Szenario im Gotteshaus und schlug insbesondere die Jugend in ihren Bann. Die evangelischen Kirchengemeinden Übach-Palenbergs hatten im Rahmen der Projektreihe „Besondere Gottesdienste“ zu einem Gospel-Gottesdienst unter dem Thema „Ein neuer Himmel – eine neue Erde“ in der liturgischen Gestaltung durch die Pastöre Thomas Fresia und Sebastian Schade eingeladen.
Pastor Fresia als „Hausherr“ zeigte sich bei der Begrüßung ungemein erfreut. Sein besonderer Gruß galt dem Gospelchor „New Praise“ mit seiner Band unter Leitung von Michael Kreutzkamp. „Die Sängerinnen und Sänger singen nicht für sich, sondern um uns ein Stück Gottes Reich zu bringen“, betonte Fresia. Mit dem Gebet „Gott, verspricht uns Menschen etwas. Sei bei uns mit deinem Segen“ schloss er und gab den Startschuss für den Gesang. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ Unter diesem im Altarraum zu lesenden Spruch der Erlöserkirche präsentierte sich der Gospelchor „New Praise“ Übach-Palenberg. Er hat binnen weniger Monate die kurzzeitig entstandene Lücke im Bereich des Gospels in Übach-Palenberg geschlossen. Die erst im zweiten Quartal 2006 gegründete gemischte Singgemeinschaft zog in der Erlöserkiche alle Register ihres Könnens. Sie wurde ihrem Namen „New Praise“, der übersetzt soviel wie „Neuer Lobgesang“ bedeutet, gerecht. Das Repertoire von „New Praise“ basiert zum Teil noch auf Stücken, die seine Akteure im Rahmen eines anderen Chores kennen gelernt haben. „New Praise“ orientiert sich an Interpretation und Arbeitsweise amerikanischer Black Gospel Musik, er grenzt sich diesbezüglich aber nicht konsequent ab. So hat er auch Titel der nordeuropäischen Gospelszene im Repertoire, die er wegen des Inhaltes, aber auch einfach des Gefallens wegen gerne singt. Zu den Stücken, die von „New Praise“ bislang erarbeitet wurden gehören „Blessed the name of the Lord“; „Closet religion“, „Friend of God“, oder „Give Gloria to God“. Mit seinen alten und neuen stimmungsvollen Liedern und den sensibel ausgewählten Texten der beiden Geistlichen wurde an diesem Abend der Grenzen menschlichen Lebens gedacht und ein Blick darüber hinaus in Gottes Ewigkeit gewagt. Im Buch der Offenbarung schreibt der Seher Johannes von seiner Vision eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der nichts mehr so sein wird, wie es mal war. Hoffnung für die Resignierten und Trost für die Geplagten werden verheißen. Die Pastoren Thomas Fresia und Sebastian Schade sowie der Gospelchor „New Praise“ gaben diese Verheißung an die Gottesdienstgemeinde auf ihre Art weiter. „Menschen blicken auf ein Kirchenjahr zurück mit Positivem und Negativem. Das Leben besteht aus Brücken, denn oftmals wird einiges ge- und zerbrochen, ab und an überbrückt. Unsere Vorstellungen sind nicht immer so, wie wir es glauben. Manche Hoffnungen und Wünsche werden nicht erfüllt“, betonte Pastor Sebastian Schade im Laufe des Gottesdienstes. Mit getragenem Sound eröffnete „New Praise“ sein Repertoire unter dem Titel „This is Your house – Dies ist Dein Haus“. Vor dem Verkündigungsteil brachte er mit seinen hervorragenden Solisten „You are holy”, „I need you”, und “I love the lord” zu Gehör.
Rhythmisches Klatschen
Bei diesen Titeln war die Stimmung in der Kirche noch ziemlich verhalten. Erst bei den weiteren mit viel Rhythmus dargebotenen Gesängen wie „It's so easy to love You”, „Friend of god”, einem Auszug aus „Thy will be done“ bei den Fürbitten und letztlich „This is the day“, „The lord just keeps“ und am Ende „Total Praise“ sprang der Funke der Begeisterung auf die Besucher über, die die Vorträge nunmehr mit rhytmischem Klatschen begleiteten. (akf)
akf