Wort Gottes mit einem frohen Lied verkünden

Gospelchor „New Praise“ fasziniert das Publikum in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt zu Scherpenseel mit Text- und Gesangsbeiträgen

Übach-Palenberg. Die Chor- und Musikszene Übach-Palenbergs ist vielfältiger geworden. Das wurde den vielen Zuhörern in der randvollen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Scherpenseel nachhaltig bewusst, als sie mit dem Gospelchor „New Praise“ ein äußerst beeindruckendes Konzert erlebten.
Kräftige Stimmen, interessante, nachdenklich stimmende meditative Texte und vor allem bewegender, mitreißender Gesang sowie letztlich nicht unbeteiligt lassende Musik erfüllten das schmucke Gotteshaus an der Heerlener Straße.

Mitte 2006 gegründet

Der erst Mitte 2006 gegründete Nachfolgechor von „Go for Joy“ war Spitze und mit Unterstützung der eigenen Band gegenüber der jüngsten Veranstaltung im November enorm verbessert. Das schlug sich im gewaltigen Applaus mit Standing ovations nach 90 Minuten nieder. Das von Kirchenmusiker und Chorleiter Michael Kreutzkamp zusammengestellte Programm beinhaltete langsame, getragene wie auch flotte und äußerst rhytmische Vorträge, bei denen der Funke rasch übersprang.
„Welcome into this place – Wir heißen Gott bei uns in unserer kleinen Nussschale willkommen“, hieß der Eröffnungssong, ehe Chor-Vorsitzender Lambert Pongs bei der Begrüßung Gelegenheit nahm, sich und Chor vorzustellen. „Wichtig ist uns, nicht nur schön zu singen. Wir wollen mit unseren Liedern, die schwerpunktmäßig aus der so genannten Black-Gospel-Music herrühren, Gottes Wort verkünden, seine Frohe Botschaft den Menschen näher bringen.
Daher auch der Name unseres Chores: New Praise heißt übersetzt soviel wie Neuer Lobgesang“, betonte er ob der Resonanz erfreut.
Genau das erreichte „New Praise“ mit seinem Konzert „Auszeit“ mit der Band mit Roman Wollenhaupt, Bass; Patrick Theil, Schlagzeug, und Gert Schaffer,Gitarre, im Altarraum der Kirche.
Das Repertoire von „New Praise“ war gewaltig. „I need you to survive – Ich brauche dich, und du brauchst mich zum Überleben“, eine sehr getragene Melodie, sang nach dem ersten gehaltvollen Text von Bärbel Graßer die Sängerschar, und beeindruckend war auch der Titel „Praise be to God – Ein Lobgesang sei dem Herrn, denn er ist jedes Lobes würdig“.

Still und unbemerkt

Vom stillen und unbemerkten Wechsel eines Kirchenjahres, vom Rennen zur Ruhe, vom Tun zum Lassen, vom Planen zum Meditieren war in der Geschichte „Jahreswechsel“ von Hinrich C. G. Westphal die Rede, die Chorsängerin Gina erzählte. Und von der faszinierenden Konzentration gebannten Blickes auf eine Flamme der Kerze, bei der die Flammenspitze sehnsuchtsvoll nach oben zeigt, handelte der meditative Text „Kerze“ von Rita Pongs. Passend dazu war das Gospel „Shine your light – Lass dein Licht in, auf und durch mich scheinen“ mit Jessica Janowski als hervorragende Solistin. Von Dunkelheit und Licht handelte die Meditation von Rita Pongs, Gina und Bärbel Graßer vor dem nächsten Liedtitel „This is your house – Dies ist dein Haus, Vater, komm und fülle es aus“. Gefühlsbetont war nach weiteren Texten der Song aus dem reichhaltigen Repertoire der „Black-Gospel-Music“ mit dem Titel „Your are hoy“ mit Melanie Wallat als weiterer großartigen Solistin. Vor dem zweiten Teil des Konzertes, bei dem die zunächst schwarz gekleidete Sängerschar sich in farbenfrohem Outfit zeigte, appellierte Vorsitzender Lambert Pongs an die Spendenbereitschaft der Zuhörer.

Spendenbereitschaft

Die Spendengelder sind zu einem Drittel für Anschaffungen des Chores gedacht, der Löwenanteil aber für die 1989 gegründete Aktion „Lichtblicke“.
Für die richtige Einstimmung sorgte mit „So easy love you – Herr, es ist so einfach, dich zu lieben“ mit ihrem Sologesang Melanie Wallat. „Friends of God“, „Closet religion” mit Anja Frantzen als Solistin setzten ebenso wie das Medley „Amen“, bei dem weitere Titel von Solistin Stephanie Pongs zu hören waren, „This is the day“, „The reigns“ weitere Akzente für das „neue lobpreisende Lied“ an diesem Abend, der mit weiteren nachdenklichen Texten und dem Titel „ Total praise“ offiziell beendet wurde.
Angesichts Standing ovations und kaum enden wollenden Applaus gab es natürlich die geforderte Zugabe.
Der Spendenappell blieb nicht ungehört, denn es kamen am Ende fast 600 Euro zusammen. (akf)